The Hardest Part

Faith DEvides Us - Death Unites UsParadise Lost

Faith Divides Us – Death Unites Us

2009

★★½☆☆ bis ★★★★☆ – sucht Euch was aus.

Die Meinungen zum 12. Longplayer der britischen Goth-Metaller gehen etwas auseinander. Fakt ist, dass Paradise Lost hiermit genau acht “Album-Schritte” zurückgehen, nämlich in die Zeit zwischen “Shades Of God” (1992) und dem Monument “Icon” (1993). Wütender hat man die Engländer seither nicht mehr gehört. Die kontinuierliche Entwicklung hin zum Depeche Mode-artigen “Host” (1999) und anschließend wieder zurück zum wesentlich härteren “In Requiem” (2007) findet erneut seine logische Fortsetzung.

Paradise LostEin Teil der Fans bemängelt diese – in ihren Augen unnötige – Rückbesinnung zu alter Härte, da dies zu Lasten der Melodien gehe. Das ist teilweise korrekt, denn “Faith Divides Us” ist um ein Vielfaches roher und gewaltiger als alle PL-Platten der vergangenen 15 Jahre. Die Fans der ersten Stunde wischen sich hingegen fast verschämt ein Tränchen aus dem Augenwinkel und jubeln angesichts dieses Ereignisses.

Nick Holmes und Greg Mackintosh präsentieren uns im Gegensatz zu fast allen anderen “alternden” Rock- und Metal-Bands eine glaubwürdige Rückkehr zu ihren (harten) Wurzeln. “Faith Divides Us” klingt keineswegs gewollt und verkrampft wie beispielsweise Metallica’s “Death Magnetic”, sondern stürmt uns würdevoll, düster, und brachial entgegen. Natürlich ist diese Scheibe eine Klasse schlechter als die Meisterwerke Mitte der 90er Jahre, aber mit deren Überbietung war sowieso nicht zu rechnen.

“Faith Divides Us” ist Urgewalt-Metal ohne Schnörkel und Kompromisse, der alle bisherigen Schaffensperioden dieser fantastischen und vielseitigen Band widerspiegelt. Mir persönlich fehlen die “glättenden” Elemente auch ein wenig, aber das hier ist Paradise Lost “der zweiten Stunde” – und das im Jahre 2009! Highlights: “As Horizons End”, “I Remain” und der atemberaubende Titeltrack.

www.myspace.com/paradiselostuk

Småstad 11. Oktober 2009 Reviews Ein Kommentar Trackback URI Kommentare RSS

Ein Kommentar zu “The Hardest Part”

  1. SomeVapourTrailsam 12. Oktober 2009 um 21:46 Link zum Kommentar

    Ein Fan dieser Band werde ich wohl nie. Aber ich finde sie authentischer als die meisten Formationen in diesem Genre. Das ehrt die Herren.

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