Ontario Queen

Jenn Grant

Echoes

2009 (Six Shooter Records)

★★★★☆

In der Tat könnte momentan der Eindruck entstehen, als würde hier Langeweile aufkommen und ich hätte die Objektivität verloren. Dabei ist es derzeit alles andere als langweilig, denn das getestete Musikmaterial ist nun einmal (meistens) gut bis sehr gut. Blogger-Kollege Julian hat auch schon anklingen lassen, dass die Promos zurzeit lässig ins Ohr gehen, und auf die wunderbare Jenn Grant kam ich (einmal mehr) über Lie in the Sound.

Und meine Güte, ist das ein schönes Album! Warmherzig, gefühlvoll, intensiv und traumhaft arrangiert. Bereits für ihr Debut „Orchestra For The Moon“ erhielt die kleine Kanadierin großes Lob von allen Seiten. Die Spuren des Erstlings verfolgen Jenn und ihre großartige Band auf Echoes nahtlos weiter. Gemeinsam mit ihrem Produzenten Jonathan Goldsmith stellte Grant diese unglaublich harmonische Combo zusammen. Es entstanden zauberhafte Singer/Songwriter-Tracks auf einer kleinen kanadischen Farm – ausschließlich mit analogen Utensilien aufgenommen, um den Moment des Augenblicks spontan einzufangen.

Die Rechnung geht auf: Echoes besticht durch Homogenität und eben diesen unbeschreiblichen Charme des Augenblicks. Die einheitliche Grundstimmung hält die Songs sanft zusammen und das ursprüngliche Feeling spiegelt Jenn’s „art and heart“ nahezu perfekt wider. Die fast familiäre Atmosphäre schnappt sich den Hörer vom ersten Takt an. Fazit: Eine träumerische und lohnenswerte Reise, vom eröffnenden „Heartbreaker“ bis hin zu “I’ll see you again“. Das wollen wir doch schwer hoffen!

[Jenn Grant Home]

Småstad 29. Januar 2010 Allgemeines 2 Kommentare Trackback URI Kommentare RSS

2 Kommentare zu “Ontario Queen”

  1. Julianam 29. Januar 2010 um 14:45 Link zum Kommentar

    Ich glaube da muss ich mich auch noch bemustern lassen.

  2. SomeVapourTrailsam 30. Januar 2010 um 09:17 Link zum Kommentar

    Freut mich, wenn ich dazu beitragen kann, dass die Dame in hiesigen Gefilden zumindest mal von Bloggern mit Geschmack ;) wahrgenommen wird. Ich hab mich in den vergangenen Wochen durch viele kanadische Musikmagazine gewühlt, aber so nen Schatz wie Jenn Grant hab ich sonst kaum gefunden. Hoffe, dass auch unsere Leser auf sie anspringen…

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