Boden der Tatsachen?

Shout Out Louds

Work

2010 (Verigo Berlin/Unisversal)

★★½☆☆

Was ist denn hier passiert? Auf kaum eine andere Platte habe ich in den vergangenen beiden Jahren derart hingefiebert wie auf den Our Ill Wills-Nachfolger der Shout Out Louds. Besagtes Album schaffte es bei mir locker in die Top 10 meiner Lieblingsalben der 00er-Dekade. Die flockigen Melodien und luftigen Arrangements haben bei mir noch immer einen dicken Stein im Brett. Demzufolge waren meine Erwartungen an Work vielleicht etwas hoch.

Nein, ich möchte „meinen“ fünf Schweden bestimmt nichts Böses und Work ist auch kein schlechtes Album, aber irgendetwas fehlt mir. Ich finde, man merkt der Platte die “Arbeit” des Titels förmlich an. Eventuell kommt die Rezension auch zu früh und ich hätte das Album noch ein paar Mal anhören sollen, aber ich bin mir nicht sicher, ob der zündende Funke noch überspringt. Einige Stücke klingen wie Outtakes des Vorgängerwerks. Der Songaufbau ist hinlänglich bekannt und es mangelt meines Erachtens an neuen Ideen. Selbstverständlich kein Desaster, kommen die Songs sauber und gewohnt sorgfältig produziert daher, aber Perlen wie „Impossible“ , Normandie“ oder „Please, Please, Pease“ sucht man auf Work vergebens.

„Play The Game“ sticht auf Anhieb heraus, auch „Four By Four“ und „The Candle Burned Out“ wissen zu gefallen. Dazwischen herrscht etwas Ratlosigkeit und Schulterzucken. Auch für die berühmt-berüchtigte „Indie-Disco“ (Für die ich nach neuestem und vorerst letztem Selbstversuch definitiv zu alt bin) fehlt der Überknaller. Ich habe Work noch nicht abgeschrieben, bin aber etwas auf dem “laut schreienden” Boden der Tatsachen gelandet. Di erste kleine Enttäuschung des noch jungen Jahres…

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Småstad 5. März 2010 Allgemeines,Reviews 2 Kommentare Trackback URI Kommentare RSS

2 Kommentare zu “Boden der Tatsachen?”

  1. Felixam 5. März 2010 um 20:17 Link zum Kommentar

    Ich kann Dir nur beipflichten. Das ist eine erstaunlich schwache Platte der vier Schweden. Klingt für mich nach dem Ergebnis einer ungeliebten Arbeit (‘Work’), die eben zu verrichten war, schlichte Vertragserfüllung.

  2. SomeVapourTrailsam 7. März 2010 um 13:54 Link zum Kommentar

    Haut mich nicht vom Hocker. Aber klingt auch nicht schlimm. Gute Hintergrundmusik um Staubzuwischen oder sich die Zehennägel zu schneiden.

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